Vertiefung
Vertiefung in 13 Gemeinden
Auf der Grundlage von Gebietsbefahrung und Umfrage wurden 13 Gemeinden für eine vertiefende
Untersuchung ausgewählt. Für deren Kernorte wurde aufgrund einer Begehung eine
Ortsrandanalyse erarbeitet.
Nach der Gemeinde-Entwicklung wurden Flächennutzungsplan und Landschaftsplan
analysiert.
In jeder Gemeinde wurden mehrere Teilgebiete, meist am Rand des Kernorts,
ausgewählt (vorhandene B-Pläne oder Auffälligkeiten). Dort führte die Betrachtung von
B-Plänen, Grünordnungsplänen, Satzungen usw. und der Abgleich mit der Realität zu
Erkenntnissen über Gestaltungsziele und Realisierungsergebnisse.
Die in den 13 vertieft untersuchten Gemeinden geführten Interviews und Gespräche
ergaben, dass die
Ausbildung und Bewahrung eines Ortsrandes allgemein anerkanntes, aber nicht formell
beschlossenes Ziel der gemeindlichen Baupolitik ist. Die Auswertung der
gemeindlichen Planwerke hat gezeigt, dass auch die unmittelbare Grenzlinie von Siedlung
und freier Landschaft oft ein Regelungsgegenstand ist. Die dabei ergriffenen Maßnahmen
reichen, je nach örtlichem Erfordernis, von Ausgleichsflächen und naturnahen Eingrünungen
bis hin zu nutzbaren Grünanlagen am Ortsrand. Gestalterische Aspekte am Ortsrand werden
überwiegend von der Landschaftsplanung (Landschaftsplan, Grünordnungsplanung) eingebracht,
selten von der städtebaulichen Planung.
Im Ergebnis hängen die faktische Siedlungsentwicklung und damit
auch die Ausprägung von Ortsrändern weniger von Einwohnerzahl, Lage im Raum oder anderen
objektiven Faktoren ab, sondern in erster Linie vom Engagement örtlicher
Kommunalpolitik und örtlicher Verwaltung, ggf. auch von der aktivierenden Einbeziehung
der Bürger in die Kommunalentwicklung.

Das Engagement kommunaler Politik und Verwaltung ist wesentlich für eine qualifizierte
Ortsrandgestaltung bei den Gemeinden:
• Die Basis bilden Gemeinde-Entwicklungsprozesse, informelle Planungen und
vorbereitende Bauleitplanung.
• B-Pläne gehen überwiegend auf eine Ortsrandlage ein. Sie treffen aber
städtebauliche Festsetzungen nur zurückhaltend.
• Gestalterische Aspekte am Ortsrand verfolgt meist die Landschaftsplanung.
Sie wirkt effizient mit Ausgleichsflächen, Eingrünungen und nutzbaren Grünanlagen.
• Vorgefundene positive Beispiele haben jeweils ihren eigenen Hintergrund.
• Es gibt keine übertragbaren Modelle. Immer sind Einzelplanungen
erforderlich.
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