Sie sind hier: www.stadtgrenze.de > Arbeitsgebiet > Wettbewerbe > Schulerweiterung




Erweiterung Renée-Sintenis-Grundschule

Realisierungswettbewerb in Berlin-Reinickendorf

Ziel des offenen Realisierungswettbewerbs war die Erweiterung einer Grundschule von 12 auf 20 Klassen und mit Fachräumen sowie die Verdoppelung der Kapazitä­ten von Turnhalle und Vorschule. Dem städtebaulichen Aspekt mußte bei der be­stehenden zweigeschossigen Schule aus den 50er Jahren als einziger Großanlage in der umgebenden Villen- und Landhausbebauung hohe Priorität eingeräumt wer­den.

Vorgaben wie die Einhaltung einer GFZ von max. 0,3, die Einbindung in die umge­bende Bebauung und eine weitgehende Erhaltung des ausnahmslos erhaltenswer­ten Baumbestandes sowie funktionelle Erfordernisse, vor allem der Freiflächen und einer störungsarmen Zuordnung zu den Klassenräumen machten den Entwurf schwieriger, als die bisher geringe Bebauung des Grundstücks vermuten ließ.

Unser städtebauliches Konzept sah vor, mit Rücksicht auf das Umfeld den Vorgar­ten nicht zu bebauen, und stattdessen die notwendigen Erweiterungsbauten im bisherigen Schulhof anzuordnen. Die vorhandene, in der Substanz gute Turnhalle sollte in unserem Konzept nicht abgebrochen, sondern weitergenutzt und zur Er­gän­zung eine gleich große zusätzlich errichtet werden. Alle Flure und auch Neben­räume der Schule sollten natürlich belichtet werden.

Um die Umbauerfordernisse möglichst gering zu halten und eine abschnittsweise Realisierung zu ermöglichen, sahen wir vor, die neu hinzukommenden Klassen-, Fach- und Nebenräume im wesentlichen im Neubau bzw. in den Verbindungstrakten unterzubringen. Da diese auf der den vorhandenen Klassenräumen abgewandten Seite errichtet werden sollten, wäre eine Realisierung auch bei laufendem Schul­betrieb störungsarm möglich. Die jüngeren Jahrgangsstufen hätten störungsfrei nach Süden, zum Schulgarten hin orientierte Klassenräume erhalten; die höheren Klassen (4- 6) und Fachräume nach Norden wären eventuell mehr Störungen durch Sport-, Vorschul- und Pausenbetrieb ausgesetzt.

Auslober: Der Senator für Bau- und Wohnungswesen, Berlin, 1987
Gruppe: Johann Hartl, Kjell Nylund, Ameli Sprenger, Wolfgang Zimmermann
eigene Arbeitsschwerpunkte: Städtebaulicher Entwurf, Freiraumplanung, Funktionsprogramm

Abb.:
•  Foto Hauptzugang/ Bestand
•  Lageplan gestreckter Altbau/ gebogener Neubau; im Norden neue Turnhalle
•  Ausschnitt Lichthof Neu-/Altbau (EG-Grundriss)
•  Modellansicht von Süden, Vormittagssonne


spacer