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    "Cahersiveen war kein großer Ort, aber noch in Sichtweite unseres Autos zählte ich eine Kirche, eine Post, zwei Cafés und siebzehn Pubs. Es geht doch nichts über eine ordentliche Stadtplanung."

Paul Cullen: Der Fahrplan ist die Speisekarte.

Berliner Grenzen


In Berlin zeichnete sich mit der Perestroika in der UdSSR Ende der 80er Jahre ab, dass der Zustand der abgeriegelten DDR nicht auf Dauer sein konnte, wenn Honecker auch anderer Ansicht war. Man ging von einer Annäherung aus, in der die DDR aus wirtschaftlichen Gründen mit West-Berlin zusammenarbeiten würde (es gab ja schon erste Ansätze bei der technischen Versorgung). Weitsichtige Leute auf West-Berliner Seite wollten die Entwicklungen gerade im grenznahen Bereich nicht "verbauen". An einigen Stellen schienen kleine Grenzkorrekturen im gegenseitigen Interesse zu sein. Nach der Maueröffnung in Berlin suchte man zunächst einige neue, verkehrlich und städtebaulich geeignete Grenzübergängen nach West-Berlin, von Ost-Berlin und vom Umland (Bezirk Potsdam). Die Zeit offener Grenzen lag noch in unabsehbarer Ferne ...

Entwicklungspotential im Grenzbereich von Berlin zum Umland

Ermittlung des Entwicklungs- und Bebauungspotentials in den Blöcken entlang der "Mauer" zum Umland, unter Berücksichtigung offenzuhaltender Entwicklungen; 1988
siehe Berliner Grenzen

Austauschflächen an der Sektoren- und Landesgrenze

Bedarfs- und Potentialermittlung innerhalb Berlins und an der Stadtgrenze von Berlin (West) zum Umland; 1989
siehe Berliner Grenzen

Neue Grenzübergänge in Berlin

Stadtplanerische Untersuchung potenzieller Grenzübergänge
Berlin 1989/90;
siehe Berliner Grenzen


Wohnungsbau in komplexen Situationen


Ende der 80er Jahre, nach der Entspannungspolitik der 70er Jahre und ersten Lockerungen im Reiseverkehr (vor allem Polen) in der Situation, prosperierte Berlin. Verstärkte Zuzüge aus West-Deutschland, aber auch aus Polen und Spätaussiedler aus der damaligen Sowjetunion drängten auf einen Wohnungsmarkt, der infolge von steigenden Wohnflächenansprüchen und Wohnqualitätsstandards stark verknappte. Da wegen der Mauer und der Gren­ze zum Umland keine neuen Siedlungen "auf der grünen Wiese" gebaut werden konnten, war man - im Gegensatz zu West-Deutsch­land - schon früh zur Verdich­tung im Bestand, auch mit unkonventionellen Maßnahmen gezwungen. "Flächen­recycling" schied noch weitgehend aus, da die Entmilitarisierung und De-Industriali­sierung der 90er Jahre noch nicht absehbar war. Die hier dargestellten Projekte gehen von einer Mehrfachnutzung von Flächen durch Überbauung der ebenerdi­gen Nutzung aus und sind auch heute noch aktuell.

Wohnungsbau über Tankstellen

Dokumentation von Beispielen, flächendeckende Analyse von Standorten in Berlin (West), Potentiale, Kriterienkataloge, Konzepte für zwei konkrete Standorte; 1990
siehe Wohnungsbau über Tankstellen

Wohnungsbau über Stellplätzen

Wohnungsbaupotential bei Aufgabe oder Verbleib der Stellplatznutzung bzw. Neu­ordnung (mechanische Parksysteme u.a.), Testentwürfe für ausgewählte Standorte (Buckower Damm, Ullsteinstraße, Rathaus Wedding, Am Heidefriedhof); 1990/91;
siehe Wohnungsbau über Stellplätzen


    "Die Städte sind zunächst die Sitze der höchsten wirtschaftlichen Arbeitstei­lung; sie erzeugen darin so extreme Erscheinungen, wie in Paris den einträgli­chen Beruf des Quatorzième: Personen, durch Schilder an ihren Wohnungen kenntlich, die sich zur Dinerstunde in angemessenem Kostüm bereithalten, um schnell herangeholt zu werden, wo sich in einer Gesellschaft 13 am Tisch befinden."

Georg Simmel: Die Großstädte und das Geistesleben

Wohnungsbau auf Brachflächen


Eigenheiminitiative Berlin

Ermittlung von Flächenpotentialen für den Eigenheimbau im Nordostraum Berlins; Ermittlung von Planungsrecht, erschließungstechnischen und Nutzungsbedingun­gen; mehrstufiges Verfahren mit Sichtung, Grob- und Feinraster bis zu Testentwür­fen.
Der Auftraggeber (städtische Wohnungsbaugesellschaft) beabsichtigte, ihren Mie­tern als Alternative zur "Platte" die Eigentumsbildung im preiswerten Reihen- oder Doppel­haus innerhalb ihres Stadtgebiets zu ermöglichen. Als Ergebnis wurden von über 130 identifizierten Flächen 95 in einem Grobraster nach einer Vielzahl städte­baulicher Kriterien beurteilt. Daraus wurden 24 Flächen (von 2 bis 56 Hektar Größe) vertieft untersucht und daraus wieder für 4 Standorte Testentwürfe in Varianten erarbeitet.
Plg, 1997/98
siehe Eigenheim-Potenziale in Berlin

Baupotential Herzberge, Berlin-Lichtenberg

Verfügbarkeits- und Erschließungsuntersuchung für ca. 500 Hektar, zum erheb­lichen Teil brache Flächen "im Abseits", hinsichtlich einer Eigenheimentwicklung.
Die flächendeckende Untersuchung ergab, daß nur Bereiche im Kern nutzbar wären, da Flächen am Rand nicht zur Verfügung stehen oder in Gemengelage mit störenden Einrichtungen nicht für Wohnungsbau nutzbar sind.
In einer zweiten Stufe wurde die Untersuchung für ein Teilgebiet (Gärtnerei und Umfeld) im Süden des Bereichs weiterentwickelt. Es sind - in allerdings inselartig vom übrigen Stadtraum isolierter Lage - rund 1.000 WE entwickelbar.
Plg, 1998/99
siehe Städtebauliche Untersuchung Herzberge


Potsdam und Umland


Entwicklungskonzepte für das Havelufer

Städtebauliche Strukturstudie für die Grundstücke zwischen der B1 und dem westlichen Havelufer; dabei Uferzugänglichkeit, Uferkulisse, kulturlandschaftliche Ansprüche, Sichtachsen in der Potsdamer Schlösserlandschaft; Vertiefung u.a. zur Bebauung des Hafengeländes; 1991
siehe Havelufer
siehe auch nachfolgend "Glienicker Horn"

Glienicker Horn, Tragfähigkeitsuntersuchung

Städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten eines 2 ha großen Grundstücks (und Nachbar­grund­stücke) in landschaftlich und verkehrlich bevorzugter Lage in der Berliner Vorstadt, am Tiefen See und Jungfernsee, inmitten der Schlösser­land­schaft Cecilienhof/ Glienicke/ Babels­berg; 1991
siehe Glienicker Horn, Tragfähigkeitsuntersuchung

Glienicker Horn, Wettbewerb

Vorbereitung, Organisation, Vorprüfung Realisierungswettbewerb für eine Wohn­be­bauung in landschaftlich herausgehobener Lage in Potsdam; Auftraggeber: Investor; anonymes, beschränktes Verfahren mit 9 Teil­nehmern; 1992
siehe Glienicker Horn, Wettbewerb

Werder-Mühlenfeld, Flächenpotenzialanalyse

Ermittlung der Bebaubarkeit der Halbinsel Petzow in Werder/ Kreis Potsdam; 1992
siehe Werder

Bereichsentwicklungsplanung Innenstadt

Querschnittsorientierte Konzeption, Integration vorliegender Fachplanungen und Konzepte, sektorale Bestandsanalysen, Ämterabstimmung; 1992/93
siehe Bereichsentwicklungsplanung Innenstadt

Strukturkonzept Großsiedlung Zentrum Ost

Querschnittsorientierte Konzeption für den Stadtteil Zentrum Ost (6000 Einw.), Integration von Fachplanungen und Konzepten, insbes. Konzeption zu Nachverdich­tung und Wohnumfeld; 1993/94;
siehe Zentrum Ost

Bebauungsplan Rote Kaserne

Konversionsfläche (Kaserne um 1900) im festgesetzten Entwicklungsgebiet; Erarbeitung Bebauungsplan, Verfahrensbetreuung, Auswertung Bürgerbeteiligung, Integration GOP; 1995/97
siehe Bebauungsplan Rote Kaserne

Projektübersicht

zum Raum Potsdam (Stadtplanung) und
zur Seen- und Kulturlandschaft (Landschaftsplanung)


    "Die Rätebürokratie arbeitet mit unwahrscheinlichem Fleiß an der Städte­planung. Der Konstruktionsplan von Rostow beispielsweise war laut "Izwestija" vom 5. August 1937 damals acht Jahre in der Bearbeitung, der Rekon­struk­tions­plan von Nishne-Tagilsk, einer kleinen Stadt im Ural, ist ein Buch mit 10000 Seiten; Stachanow-Bürokraten müssen es gewesen sein, die den Rekon­struktionsplan von Gorkij schufen, dessen Seiten nicht mehr gezählt, sondern - gewogen werden; er wiegt nämlich zwei Tonnen."

 Stadt in Weißrussland, um 1943    ι    Franz Obermaier: Ukraine, S. 179

Andere Projekte


Bereichsentwicklung Oranienburg-Eden

Die 1893 gegründete Siedlungsgenossenschaft "Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden“ (heute: Gemeinnützige Obstbausiedlung e.G.) ist eine in der Lebensreform-Bewegung entstandene Gartenbausiedlung mit ursprünglich jeweils 2.800 m² gro­ßen, heute oft geteilten Parzellen, am westlichen Ortsrand von Oranienburg (Kreis Oberhavel). Eine Bereichsentwicklungsplanung hatte zum Ziel, den Charakter der Siedlung mit ihren großen Nutzgärten dauerhaft zu erhalten. Neben der räumlichen und Nutzungs-Qualität der ökologischen Siedlung waren auch gesamtstädtische Belange zu sichern wie Zugänglichkeit und technische Erschließung.
Link nach Eden: www.eden-eg.de
Auftraggeber: Stadt Oranienburg, Stadtplanungsamt
Planergemeinschaft, 1994
Bearbeiter: Udo Dittfurth, Johann Hartl (Mitarbeit), Urs Kohlbrenner
PfeilGrundriss Gartenbausiedlung Eden, Oranienburg

Grenzüberschreitendes Strukturkonzept Usedom/ Wolin

Regionalplanerische Konzeption für die Inseln Usedom (Deutschland) und Wolin (Polen) mit den rückwärtigen Festlandsbereichen;
sektorale Bearbeitung kommunale Planungen, Verkehr, Tourismus, Wirtschaft
Planergemeinschaft und KommunalData, Berlin (zusammen für den deutschen Anteil der Untersuchungsregion), 1998/99
PfeilStand Flächennutzungsplanung in den Gemeinden Vorpommerns/ Usedoms

Lagebewertung Einzelhandelslagen, Berlin

Synopse der Begrifflichkeiten und Bewertungen von Einzelhandels- und Büroflä­chen­lagen bei Maklern und Developern
Planergemeinschaft, 2000
PfeilEinzelhandelslagen nach (textlicher) Einschätzung eines Maklerunternehmens

Beratung von Eigentümern und Architekten

in Planverfahren: Flächennutzungsplanung, V+E-Plan, Bebauungs- und Land­schaftsplanung (Bad Oldesloe, Berlin, Töplitz, Stahnsdorf, Lübben, Schönwalde)
Freiberuflich, 1990- 2002



Technische Arbeiten


Stadtplanerische Umfragen

Design, Durchführung, Auswertung von Umfragen in Fürstenwalde
Planergemeinschaft, 1998
PfeilUmfrageauswertung

Öffentlichkeitsarbeit

Ausstellungen, Publikationen, Pressearbeit
Bezirksamt Schöneberg, 1988/89
Planergemeinschaft, diverse 1990- 2002

Dokumentationen und Publikationen

redaktionelle und technische Bearbeitung
Bezirksamt Schöneberg 1987- 1989;
Planergemeinschaft, diverse 1990- 2002, u.a. Tagung Multiplex-Kinos in Berlin/Brandenburg; Entlastungsstraße ISES in Potsdam;
siehe Dokumentationen
und vor allem bei den Projekten
Kleinhaussiedlungen (Denkmalschutz)
Bereichsverkehrsplanung Schöneberg

Kartographische Arbeiten

manuelle und computergestützte thematische Kartographie, GIS-Anwendung

Manuelle Zeichnungen zum Beitrag v.Lüpke/ Glasbrenner "Grundsätze für die Integration ..." für die TU Berlin
siehe S-Bahn in Berlin-West

Planergemeinschaft, 1990- 2002, z.B. GIS-Bearbeitung Gewerbeflächenkonzept Hamburg 1999
PfeilGIS Hamburg, bestehende Nutzung in einem der Gewerbegebiete


Vorträge in Seoul


Stadtplanung in Berlin

an der Kang Nam University/ Dept. Urban Sciences, Pundang/ Südkorea 1995


Stadterneuerung in Berlin zur Verbesserung von Wohn- und Lebensqualität und Ökologie

Goethe-Institut Seoul, 1998


Ökosiedlungen in Deutschland

- am Chungmoon Art Center, Whasong,
- an der Seoul Frauen Universität, Seoul,
- bei DONGBU / Unternehmensbereich DBCon (Bau kompletter Siedlungen u.a.), Seoul, alle 2007.




Das Praxishandbuch der Bauleitplanung


Seit 5/2008 Mitglied im Kundenbeirat zu:
Ronald Kunze/ Hartmut Welters:
Das Praxishandbuch der Bauleitplanung
WEKA Media, Kissing; Loseblattwerk, 3 Bände; 5x jährlich aktualisiert
ISBN: 978-3-8277-8189-5
siehe www.praxis-literatur.de   und WEKA-Verlag.




    Verona, den 16. September (1786)
{Das schönste, aber immer geschlossene Thor heißt Porta stuppa oder del Palio.} Als Thor aber und für die grose Entfernung in der es zu sehen ist, ist es nicht gut gedacht. Sie geben allerlei Ursachen an, warum es geschlossen sei. {Ich habe jedoch eine Mutmaßung:} Die Absicht des Künstlers war offenbar durch dieses Tor eine neue Anlage des Corso zu verursachen, denn auf die ietzige Strase steht es ganz falsch. Die lincke Seite hat lauter Barracken aber die winckelrechte Linie der Mitte {des Tores} geht auf ein Nonnenkloster zu, das nothwendig hätte müssen niedergelegt werden, man sah das wohl ein, auch hatten die Nobili nicht Lust sich dorthin anzubauen, der Künstler starb vielleicht, und so schloss man das Thor damit der Sache auf einmal ein Ende war.

 Verona, Porta und Corso Stuppa     ι     Goethe, Italienische Reise

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