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    "Jeder kan regulariter mit dem Seinigen thun und machen was er will, folglich auch bis in die Höll hinunter graben oder bis an den Himmel hinauf bauen."

Anmerkungen zum Codex Maximilianeus Bavaricus Civilis
Wiguläus Aloysius Xaverius Freiherr von Kreittmayr


Grenzen der Bebaubarkeit

Ende der 80er Jahre, nach der Entspannungspolitik der 70er Jahre und ersten Lockerungen im Reiseverkehr, prosperierte Berlin. Verstärkte Zuzüge aus West-Deutschland, aber auch aus Polen und Spätaussiedler aus der damaligen Sowjet­union drängten auf einen Wohnungsmarkt, der infolge von steigenden Wohnflächen­ansprüchen und Wohnqualitätsstandards stark verknappte. Im Gegensatz zu West-Deutschland war man in Berlin schon früh zur Verdich­tung im Bestand, auch mit unkonventionellen Maßnahmen gezwungen. Ein Ansatz war die Mehrfachnnutzung von Flächen durch Überbauung der ebenerdi­gen Nutzung. Die Projekte bieten für innerstädtische auch heute noch wertvolle Anregungen zum Flächensparen und zur Innenentwicklung.

Wohnungsbau über Tankstellen

Dokumentation von Beispielen, flächendeckende Analyse von Standorten in Berlin (West), Potentiale, Kriterienkataloge, Konzepte für zwei konkrete Standorte.
Selbst unter extremen, innerstädtischen Standortbedingungen - mangelnde Be­son­nung, Ecklagen und Verkehrsbelastung - sind Tankstellen mit anderen Nutzungen, auch mit Wohnungen, überbaubar. Die von der Tankstelle ausgehenden Be­lastun­gen werden abgeschirmt, die Überbauung weist nahezu die Qualität ähnlicher, innerstädtischer Standorte auf. Mit Tankstellenüberbauungen sind Stadtreparaturen trotz hoher Bodenrendite durchführbar.
Plg 1990/91
siehe Wohnungsbau über Tankstellen

Wohnungsbau über Stellplätzen

Wohnungsbaupotential bei Aufgabe oder Verbleib der Stellplatznutzung bzw. Neu­ord­nung (mechanische Parksysteme u.a.), Testentwürfe für ausgewählte Standorte.
Die Überbauung von Stellplätzen (d.h von kompakten öffentlichen oder privaten Park­platz-Anlagen) bietet die Chance der Stadtreparatur und der Baulücken­schließung. Die bisher untergenutzten Flächen werden einer rentierlichen und städtebaulich nachhaltigen Nutzung zugeführt. Dabei kann die bisherige Nutzung - Parken - auch z.B. in zusätzlichem Tiefgaragenraum oder in mechanischen Stell­platzsystemen weiter betrieben werden.
Plg 1990/91
siehe Wohnungsbau über Stellplätzen



    "Hinter Landbau und Kulinarik, hinter Städtebau und Sitte, hinter Kunst und Schönheit steckte stets ein und derselbe ethische Kern: Es waren alles Mittel der Befriedung."

Erwin Seitz: Mythos des Mediterranen


Baulücken

Größere Baulücken erfordern den Stadtplaner, um aus der Umgebung Nutzungs­maß- und Art abzuleiten und die Verträglichkeit eier Bebauung für das Umfeld zu ermitteln. Auch kleinere Baulücken, die "nur" ein schlichtes Einfügen eines Hauses zwischen andere Gebäude erfordern, sollten zumindest vom Stadtplaner auf die planungsrechtliche Situation hin geprüft werden.

Glienicker Horn, Potsdam

Städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten eines 2 ha großen Grundstücks (und Nachbar­grund­stücke) in landschaftlich und verkehrlich bevorzugter Lage in der Berliner Vorstadt, am Tiefen See und Jungfernsee, inmitten der Schlösser­land­schaft Cecilienhof/ Glienicke/ Babels­berg; Plg 1991
siehe Glienicker Horn, Potsdam
hier ausführliche Darstellung Projektgebiet, Städtebauliche Untersuchung, Wettbewerb und derzeitiger Realisierungsstand
siehe auch bei  Wettbewerbe

Nachverdichtung Großsiedlung Zentrum-Ost, Potsdam

Ermittlung von Nachverdichtungspotentialen der Großsiedlung "Zentrum Ost" in Plat­ten­bauweise; exponierte Lage im Landschaftsraum der Havel, im Blickfeld zwischen Babelsberger Park und historischem Zentrum; Plg 1992/93
siehe Zentrum-Ost, Potsdam
Strukturkonzept siehe  Zentrum-Ost, Potsdam

Nachnutzung Gärtnerei Herzberge

Konkrete Entwicklungs- und Bebauungsmöglichkeit für ein Gärtnereigelände in Berlin-Lichtenberg, Ortsteil Herzberge; wegen der isolierten Lage, umgeben von großflächigen Barrieren, insbesondere Erschließung, infrastrukturelle Versorgung, vermarkt­bare Haustypologien, städtebauliche Entwürfe; Plg 1999/2000
siehe Wohnungsbaupotenziale Lichtenberg-Herzberge

Stadterneuerungsgebiet Niederschöneweide, Block 6

Vorentwürfe für blockrandschließende Bebauung mit Reihen- und Stadthäusern in enger Nachbarschaft zu Gewerbehallen, im förmlich festgesetzten Sanierungsge­biet Niederschöneweide, Berlin-Treptow; Anbindung an die Grünflächen mit Kinder­garten und Kulturhaus (VHS) an der Spree durch interne Grünachse.
Planergemeinschaft, 2001
Vorentwurf Niederschöneweide mit gebietsquerender Anliegerstraße




Innerstädtische Peripherie

Die städtische Peripherie stellt eine besondere Herausforderung für den Städtebau infolge ihrer "Unentschlossenheit" dar. Das Umfeld ist meist sehr heterogen und selten ansprechend, der Erwartungsdruck der Investoren und Politiker hoch, die Vermarktungsfähigkeit eher niedrig. Hier braucht es ganz besonders die richtige "Balance" zwischen Baudichte und Durchgrünung, eine eigenständige, aber dennoch zurückhaltende "Marke" mehr als eine Unterordnung in das Umfeld.

Kompakte Hangbebauung am Bernauer Heerweg

verdichtete Eigenheimsiedlung im Außenbereich am Bernauer Heerweg, Südhang in der Nähe des Märkischen Viertels, Berlin; Klärung der Rahmenbedingungen, Bebauungstypologien (Einzelhaus, Doppelhaus, Gruppenhaus, Reihenhaus), Entwürfe; Plg 1996
siehe Hangbebauung am Bernauer Heerweg

Reihenhäuser auf dem Gutshof Wartenberg

Alternative Entwürfe für Eigenheimbebauungen auf dem z.T. denkmalgeschütz­ten Gutshof Wartenberg in Berlin-Hohenschönhausen und seinem Umfeld, im Übergang von Großsiedlung zu Dorflage; städtebauliche Kalkulation, Vorarbeiten Bebauungsplan; Plg 1997
siehe Reihenhäuser auf dem Gutshof Wartenberg

Flächen für Eigenheime

Flächendeckende Recherche in den nordöstlichen Bezirken Berlins, daraus 24 Vertiefungen und dann 4 Flächen in alternativen Testentwürfe, städte­bauliche Kalkulation; Plg 1998
siehe Eigenheim-Potenziale in Berlin




Städtebau im Dorf und im ländlichen Kontext

Siedlungsbau im Dorf und auf dem Land spielt sich - noch ! - vorwiegend "auf der grünen Wiese" ab. Erschließungskosten, landschaftliche und naturräumliche An­sprüche kollidieren mit dem Wunsch nach vermarktbaren oder billigen Grund­stücken.

Doppelhäuser am Dorfrand in Mehrow

Prüfung der Bebaubarkeit einer ehemaligen Hühnermastanlage angrenzend an Mehrow, Kreis Barnim;
Restriktionen seitens Landes-, Regional- und Kreisplanung, Naturschutz, Erschliessungs­bedarf; städtebauliche Kalkulation, Vorarbeiten für Bebauungsplan; Plg 1997
siehe Doppelhäuser am Dorfrand in Mehrow

Einzelhaussiedlung "Berliner Feld" außerhalb der Ortslage in Lanke

Prüfung der Bebaubarkeit einer Wiesen-/Ackerfläche bei Lanke, Kreis Barnim;
alternative städtebauliche Entwürfe, bezogen auf Topographie und Erschliessungs­notwendig­keiten; städtebauliche Kalkulation; Plg 1997
siehe Berliner Feld, Lanke




Weiteres



Ökologische Wohnsiedlungen in Deutschland

Ein Reiseführer; zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Lee.
als e-book (CD) erhältlich;
siehe  CD Ökosiedlungen

Exkursionen zum aktuellen Wohnungsbau

Ingolstadt, Permoser Straße; München, Theresienhöhe; München-Riem u.a.
siehe  Fachführungen



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