Umgestaltung Parkhaus Lindenallee
Akuter Wohnungsmangel in Berlin führte um 1990 zu Untersuchungen auch komplexerer
Nachverdichtungsmöglichkeiten. Bei dem 1970 errichteten Parkhaus Lindenallee in Berlin-Charlottenburg
schien eine Nachverdichtung die Möglichkeit zu bieten,
die städtebauliche Situation innerhalb des umgebenden Altbau-Ensembles
zu verbessern und zugleich die wirtschaftliche Nutzbarkeit zu erhöhen. Das Parkhaus
dient vor allem einem Einzelhandels- und Bürogebäude, das durch den Hof zugänglich ist.
Wegen der bereits gegebenen Überschreitung der baurechtlichen Ausnutzung
wäre eine Erneuerung und Nutzungs-Erweiterung nur über eine "Bestandsfiktion"
möglich. Zugrunde gelegt wird dabei ein im Krieg zerbombtes Wohnhaus an dieser
Stelle, mit gleicher Höhe wie die noch stehenden Nachbargebäude; aus städtebaulichen
Gründen schien dies genehmigungsfähig.
Von sechs alternativen Konzepten erfüllte lediglich eine bestandsorientierte Aufstockung
annäherd die städtebaulichen Ziele. Mit dem Ergebnis der Untersuchung
konnte der Bauherr sein Projekt städtebaulich genehmigungsfähig machen. Es
wurde aber infolge der Deutschen Einheit nicht weiterverfolgt. Ein Umbau wäre
nach Entspannung des Wohnungsmarktes unwirtschaftlich. So wurde nur die glatte
Betonfassade an der Hölderlinstraße begrünt.
Planergemeinschaft, 1991
Abb.:
• Ecke Hölderlinstraße/ Lindenallee, Blick nach Südosten
• Innenhof vom Groß-Supermarkt nach Westen zum Parkhaus (rechts)
• Isometrie von Südosten: genehmigungsfähige Planung mit Aufbauten

